Da misst Mark Bühlmann grundsätzlich Ungleiches mit den gleichen Ellen

Ich bin nicht entrüstet über das „Demokratiebarometer“ der Uni Zürich/des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung, weil ich als Schweizer unseren Rang 14 als beschämend erlebe. Ich bin über die Anmassung von –  repräsentative Demokratien wie Deutschland, die Nordischen Staaten als Mass aller Dinge nimmt. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Wissenschaftszentrum von der öffentliche Hand finanziert wird: Zuwendungsgeber sind der Bund (75 Prozent) und das Land Berlin (25 Prozent). Vom Schweizer Marc Bühlmann könnte man erwarten, dass er die zentralen, nicht vergleichbaren Unterschiede zwischen einer direkten Demokratie und repräsentativen Demokratien – mit Königshäusern wie in Dänemark, Schweden, Norwegen – kennt. Marc Bühlmann ist am Institut für Politikwissenschaft (IPZ) der Universität Zürich tätig. Er ist erst von Oktober 2005 bis Dezember 2010 Leiter des Projekts ‚Democracy Barometer’ im Rahmen des NCCR Democracy am IPZ gewesen; zudem ist er seit 2008 am „Zentrum für Demokratie“ in Aarau tätig, ein Ableger der Uni Zürich. Bühlmann serviert uns aber olle Kamellen: Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von 1995 bis 2005. Zudem: Bühlmann hält uns einen Mittelwert vor: 1995 sei die Schweiz auf Platz 19 (sic!) gewesen, 2005 auf Platz 9, gibt – abakadabra – den Rang 14, hinter(!) Deutschland. Ja,und heute – 5 Jahre später? Dieser Marc Bühlmann will unbedingt auffallen. Ich meine, es ist Aufgabe der leitenden Gremien der Universität Zürich zu prüfen, ob ein solcher Forscher – bei aller Freiheit der Forschung – noch tragbar ist. Dieser Demokratiebefund ist Teil der Forschungsprogramme des Schweizer Nationalfonds. Da können auch unsere Politiker den Hahn zudrehen. Diese Forschungsprogramme sind nicht über alle Zweifel erhaben. Das „Demokratiebarometer“ ist ein typischer Missgriff.
Fragen wir uns, warum diese veralteten, fragwürdigen Daten gerade jetzt hervorgekramt werden. Ein Blick nach Berlin gibt die Erklärung. Die deutsche Politiker-Kaste, die Regierung Merkel, die Skandale, von denen dieses Land andauernd erschüttert wird, bewirken bei den Bürgern und Bürgerinnen eine breite Resignation. Überall flackern Forderungen nach mehr Mitsprache auf – z. B. Stuttgart 21. In der FAZ hingegen ergeht sich der Mitherausgeber Nonnenmacher in Betrachtungen des Inhalts, dass der deutsche Bürger, die deutsche Bürgerin nicht fähig sei, über komplizierte Sachverhalte abzustimmen. Bei vielen Deutschen – ich lebe ja seit sieben Jahren in diesem Land – werden wir Schweizer um unsere Möglichkeiten der freien Meinungsäusserung, der politischen Mitwirkung beneidet. Da will die deutsche Regierung – das Institut in Berlin wird von dieser finanziert – unser Land, die Schweiz klein machen.

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Geburtstag 22. November 1937 Geschlecht Männlich Interessiert an Männern und Frauen Sprachen Schwizerdütsch, Deutsch, Schweizer Französisch und Englisch Politische Einstellung Liberalismus Meine politischen Ansichten und Ziele:Förderung der, Forderung nach und Durchsetzung der Eigenverantwortlichkeit. Liberal, – der Staat ist jedoch kein Nachtwächterstaat. Post, öffentlicher Verkehr sind Staatsaufgaben; diese und andere Staatsaufgaben kann er delegieren – Kontrolle ist besser als Vertrauen. – Generell: K-Kommandieren, K-Kontrollieren, K-Korrigieren – unter Inkaufnahme dass man als unangenehm empfunden werden kann. – Unabhängige Justiz, die ihre Entscheide nach Erlangung der Rechtskraft auch durchsetzen kann; keine Einsparungen bei der Polizei. – öffentliche Schulen, dreigliedrige Oberstufe. Nur die besten gehen auf ein Gymnasium; Matur = Reifezeugnis für Studium; Studiengebühren an den Hochschulen und Universitäten – ausgebautes Stipendienwesen. Prüfen, welche Aufgaben des Staates dem BWLer-Massstab ausgesetzt werden können. „Gewinn“ ist nur ein Massstab für das Funktionieren eines Staatswesens. In gewissen Bereichen – Schulen – BWL-Einfluss wieder zurückfah Kontakt Nutzername rhoenblickjrgmr(Twitter) Facebook http://facebook.com/juergwalter.meyer Geschichte nach Jahren 1960 Hat einen Abschluss von ETH Zürich 1956 Hat begonnen hier zur Schule zu gehen: ETH Zürich 1950 Hat einen Abschluss von Realgymnasium 1937 Geboren am 22. November 1937