USA und China hängen Deutschland ab – die Schweiz ist ein wichtiger Handelspartner Deutschlands

t-online.de; 13.03.2012, 09:06 Uhr | Financial Times Deutschland
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Deutschland muss beim Export Federn lassen
Kurz vor dem Jahreswechsel zogen die US-Amerikaner doch noch vorbei: Deutschland verharrt auf der weltweiten Ausfuhrrangliste auf Platz drei. Grund ist die schwache Nachfrage der europäischen Partner – und für die sieht es auch 2012 nicht gut aus.
Die deutsche Ausfuhrwirtschaft leidet heftig unter der Schuldenkrise im Euro-Raum. 2011 war Deutschland erneut nur der weltweit drittgrößte Warenexporteur – nach China und denUSA. Das geht aus exklusiven Berechnungen des Ifo-Instituts für die „Financial Times Deutschland“ (FTD) hervor. Deutschland wurde kurz vor Jahresende noch von Amerikas Exporteuren abgefangen. Dies sei „ganz klar eine Folge des Nachfrageeinbruchs in der Euro-Zone“, sagte Steffen Elstner, Forscher am Ifo-Institut.

 Deutschland stark von Europa abhängig

Die Entwicklung ist ein herber Dämpfer für die umjubelte deutsche Exportindustrie: Sie zeigt, wie abhängig Deutschlands Wirtschaft trotz wachsender Schwellenlandanteile nach wie vor von den europäischen Absatzmärkten ist. Rund 60 Prozent der deutschen Ausfuhren gehen in die EU. So konnte sich Deutschland 2011 trotz eines beachtlichen Exportbooms über Monate hinweg den Rang des Vize-Exportweltmeisters nicht zurückerobern. Dieser war 2010 an die USA verloren gegangen. Erst 2009 hatten die Chinesen Deutschland als weltgrössten Exporteur abgelöst.
Insgesamt verbuchte China laut Ifo-Schätzung fast elf Prozent der weltweiten Exporte 2011. Danach folgen dicht beieinander die USA und Deutschland mit 8,4 und 8,3 Prozent. Deutsche Exporte stiegen zwar im Vergleich zum Vorjahr, hatten jedoch insgesamt nur ein Volumen von knapp 1477 Milliarden Dollar, die der USA erreichten gut 1480 Milliarden Dollar. Auf den weiteren Plätzen stehen laut Ifo Japan, Frankreich, die Niederlande, Südkorea und Italien.

 Krise begünstigte die USA

„Nach drei Quartalen sah es noch so aus, als ob Deutschland den zweiten Platz zurückerobern würde“, sagte Ifo-Ökonom Elstner. „Doch dann hat die Verschärfung der Euro-Krise zu Jahresende doch noch die USA begünstigt – der Schlussspurt war denkbar dramatisch.“ Im Dezember waren die Ausfuhren der USA gestiegen, während sie in Deutschland deutlich zurückgegangen waren. Bereits ab der Jahresmitte waren die Neuaufträge aus den Ländern der Währungsunion immer weiter eingebrochen, nachdem im Sommer die Schuldenkrise erneut eskaliert war. Zudem ging infolge starker Einsparungen in vielen Absatzmärkten die Nachfrage nach deutschen Produkten zurück.
Dieses Problem könnte sich 2012 noch verschärfen. In Italien, Spanien und Portugal drohen stärkere Wachstumseinbrüche als 2011. Für alle drei Länder rechnen einige Ökonomen mit Rückgängen von mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Auch in Griechenland dürfte die Rezession dramatischer werden.

Barack Obama,  Wirtschaft leidet unter Sparanstrengungen

Nach Schätzungen der Berenberg Bank nimmt die Belastung der Wirtschaft durch die Sparanstrengungen deutlich zu. So dürfte etwa in Italien das konjunkturbereinigte Staatsdefizit um 2,9 Punkte sinken, nach 0,8 Punkten 2011. Dieser Wert zeigt, wie engagiert ein Land spart. Das könnte die Rezession verschlimmern – und die Nachfrage nach deutschen Waren weiter mindern.
In der Folge werden die Ergebnisse der deutschen Exporteure auch 2012 geschmälert. „An den ersten drei Rängen wird sich nichts ändern, da die deutschen Ausfuhren in die Euro-Zone kaum expandieren dürften“, sagte Elstner. „Die USA dürften dagegen weiter zulegen.“ US-Präsident Barack Obama kommt diese Entwicklung im Wahlkampf gelegen. Er hatte zu Beginn seiner Amtszeit 2009 angekündigt, die US-Exporte binnen fünf Jahren verdoppeln zu wollen. Die offiziellen Zahlen der Handelsorganisation WTO für die Weltmarktanteile 2011 erscheinen Anfang April.
Rhoenblicks Kommentar:
Es wachsen nirgendwo – auch in Deutschland nicht – die Bäume in den Himmel.
Ernüchternd für Frau Merkel und die deutsche Politiker-Kaste und die deutschen Zeitungen, die im Chor das Lied „Deutschland, Deutschland über alles … Deutschland hat alle anderen Länder im Export überholt, Deutschlands Wirtschaft brummt, Deutschlands Auto der obersten Klasse werden in vielen Ländern gekauft wie frische Semmeln.“
Gut – wie vorauszusehen war, wird Deutschland vom Sparkurs, den Frau Merkel allen Euro-Ländern diktiert – statt Griechenland et al. auszuschliessen – getroffen. Gut, dass es die Schweiz gibt. Die Schweiz ist einer der wichtigen Handelspartner Deutschlands, vor Japan, China, Korea, vor etlichen EU-Staaten.
[Welthandelsorganisation], [FTD], Euro-Staaten],

Über Juerg Walter Meyer 386 Artikel
Geburtstag 22. November 1937 Geschlecht Männlich Interessiert an Männern und Frauen Sprachen Schwizerdütsch, Deutsch, Schweizer Französisch und Englisch Politische Einstellung Liberalismus Meine politischen Ansichten und Ziele:Förderung der, Forderung nach und Durchsetzung der Eigenverantwortlichkeit. Liberal, – der Staat ist jedoch kein Nachtwächterstaat. Post, öffentlicher Verkehr sind Staatsaufgaben; diese und andere Staatsaufgaben kann er delegieren – Kontrolle ist besser als Vertrauen. – Generell: K-Kommandieren, K-Kontrollieren, K-Korrigieren – unter Inkaufnahme dass man als unangenehm empfunden werden kann. – Unabhängige Justiz, die ihre Entscheide nach Erlangung der Rechtskraft auch durchsetzen kann; keine Einsparungen bei der Polizei. – öffentliche Schulen, dreigliedrige Oberstufe. Nur die besten gehen auf ein Gymnasium; Matur = Reifezeugnis für Studium; Studiengebühren an den Hochschulen und Universitäten – ausgebautes Stipendienwesen. Prüfen, welche Aufgaben des Staates dem BWLer-Massstab ausgesetzt werden können. „Gewinn“ ist nur ein Massstab für das Funktionieren eines Staatswesens. In gewissen Bereichen – Schulen – BWL-Einfluss wieder zurückfah Kontakt Nutzername rhoenblickjrgmr(Twitter) Facebook http://facebook.com/juergwalter.meyer Geschichte nach Jahren 1960 Hat einen Abschluss von ETH Zürich 1956 Hat begonnen hier zur Schule zu gehen: ETH Zürich 1950 Hat einen Abschluss von Realgymnasium 1937 Geboren am 22. November 1937