Volksabstimmung in der Schweiz – Stimmen aus Deutschland: "Gewehr im Kleiderschrank"

Verschiedene deutsche Zeitungen – Mannheimer Morgen, Main-Post, Rhein-Neckar-Zeitung, Süddeutsche Zeitung – haben vor oder nach dieser eidgenössischen Volksabstimmung berichtet. In der FAZ fand sich eine kurze Betrachtung unter dem Titel „Berner für Atomkraftwerk“.
Rhoenblick hat verschiedene Zeitungen in Deutschland mit einem individuellen, im Kern selbstverständlich übereinstimmenden Leserbrief bedient.
Ein Beispiel:
Am 10.02.2011 berichtete die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel „Volksabstimmung in der Schweiz: Gewehr in Kleiderschrank“ über die bevorstehende Volksabstimmung betreffend die Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“.
Ich vermisse jedoch einen Bericht über den Ausgang dieser Abstimmung. Entgegen den Umfrageergebnissen vor der Abstimmung haben Volk und Stände diese Initiative in aller Deutlichkeit verworfen. Fast 49% der Stimmberechtigten haben an der Abstimmung teilgenommen. Etwas über 56% der Stimmenden und gut 16 Stände haben die Vorlage abgelehnt. Einmal mehr, wie schon mehrmals, hat sich Herr Claude Longchamp vom Berner GfS-Forschungsinstitut getäuscht. Die Befürworter dieser Initiative beherrschten die Medien lautstark, emotional (Teddybär mit Schussloch) und mit falschen Daten. Es brauchte gar keine Mobilisierung der Gegner. Diese – ich gehöre auch dazu – waren sich stillschweigend einig, dass diese Initiative aus der linken Ecke gebodigt werden muss.
Den Initianten aus der ultra linken Ecke, der Gruppe Schweiz ohne Armee“ (GSoA) ging es – einmal mehr –um eine Attacke gegen unsere Armee. Vordergründig ging es der GSoA um Suizide. Jedoch: Gemäss dem schweizerischen Bundesamt für Statistik wurden – z.B. 2009 – 17% aller Suizide mit einer Schusswaffe vollzogen. Bei weniger als 2% aller Suizide 2009 wurde die persönliche Armeewaffe verwendet: 25 Menschen und nicht hundert oder hunderte, wie unseriös behauptet wurde. Die Zielrichtung der GSoA ist jedoch eine andere: Seit Jahren exponiert sich die GSoA immer wieder aufs Neue, unsere Milizarmee, die Wehrpflicht, abzuschaffen, Beschaffung von Rüstungsmaterial abzulehnen. Jedoch immer aufs Neue vergebens. Wir haben mit ihr leben gelernt. Jetzt ging es darum, dass der Schweizer Wehrmann seine persönliche Waffe im Zeughaus hätte deponieren müssen. Am 13.02 hat sie einmal mehr die richtige Antwort bekommen.
Die Schweizerische Ärztegesellschaft setzte sich, beeinflusst durch den Psychiater PD Dr.med. Thomas Reisch von der Universität Bern auch für die Initiative ein. Reisch argumentierte mit diversen Studien. Von den redlichen, unabhängigen, Daten des eidgenössischen Bundesamtes für Statistik nahm er keine Kenntnis, oder übersah diese geflissentlich. Hundert, ja sogar Hunderte von Menschen sollen sich pro Jahr mit einer persönlichen Dienstwaffe töten.
Große Mehrheiten von National- und Ständerat (Legislative) und der Bundesrat (Exekutive) haben die Ablehnung dieser Initiative empfohlen: „Eine Annahme der Initiative bietet keine Gewähr, dass die Zahl der Missbräuche tatsächlich reduziert wird. Nach heutigem Recht (seit 1874 in der Bundesverfassung) bewahren die Angehörigen unserer Armee ihre persönliche Waffe grundsätzlich als Teil ihrer persönlichen Ausrüstung zuhause auf. Am Ende der Dienstzeit erhalten sie seit 1908 die persönliche Waffe als Besitz – heute nur mit einem gültigen Waffenerwerbsschein.“ Im 2. Weltkrieg wie im kalten Krieg hatte jeder Angehörige der Armee (AdA) – ob mit Karabiner/Sturmgewehr oder Revolver/Pistole ausgerüstet – ein Packung scharfer Munition zu Hause. Dies wird auch in Zukunft bei erhöhter Gefahr so sein.
Auch wenn Deutsche und Schweizer die gleiche Sprache sprechen, dem gleichen Kulturkreis angehören, so ist doch die Geschichte beider Länder sehr verschieden: Infolge der deutschen Politik haben unsere Urgroßväter 1870/71, unsere Großväter 1914-18 und unsere Väter 1939-45 unsere Grenzen gesichert,  Aktivdienst geleistet. www.rhoenblick.ch

Über Juerg Walter Meyer 386 Artikel
Geburtstag 22. November 1937 Geschlecht Männlich Interessiert an Männern und Frauen Sprachen Schwizerdütsch, Deutsch, Schweizer Französisch und Englisch Politische Einstellung Liberalismus Meine politischen Ansichten und Ziele:Förderung der, Forderung nach und Durchsetzung der Eigenverantwortlichkeit. Liberal, – der Staat ist jedoch kein Nachtwächterstaat. Post, öffentlicher Verkehr sind Staatsaufgaben; diese und andere Staatsaufgaben kann er delegieren – Kontrolle ist besser als Vertrauen. – Generell: K-Kommandieren, K-Kontrollieren, K-Korrigieren – unter Inkaufnahme dass man als unangenehm empfunden werden kann. – Unabhängige Justiz, die ihre Entscheide nach Erlangung der Rechtskraft auch durchsetzen kann; keine Einsparungen bei der Polizei. – öffentliche Schulen, dreigliedrige Oberstufe. Nur die besten gehen auf ein Gymnasium; Matur = Reifezeugnis für Studium; Studiengebühren an den Hochschulen und Universitäten – ausgebautes Stipendienwesen. Prüfen, welche Aufgaben des Staates dem BWLer-Massstab ausgesetzt werden können. „Gewinn“ ist nur ein Massstab für das Funktionieren eines Staatswesens. In gewissen Bereichen – Schulen – BWL-Einfluss wieder zurückfah Kontakt Nutzername rhoenblickjrgmr(Twitter) Facebook http://facebook.com/juergwalter.meyer Geschichte nach Jahren 1960 Hat einen Abschluss von ETH Zürich 1956 Hat begonnen hier zur Schule zu gehen: ETH Zürich 1950 Hat einen Abschluss von Realgymnasium 1937 Geboren am 22. November 1937