KKW-Havarie in Japan – Wer sich seriös orientieren will, lese die schweizerischen Tageszeitungen – V

„Kühlpumpe bei Reparaturarbeiten am KKW Tokai ausgefallen“

„Tages-Anzeiger“, vom 13.03.2011, ; verfasst von Patrick Berger, Simon Eppenberger, Norbert Raabe.
18:30 Uhr: In einem weiteren Kernkraftwerk ist das Kühlsystem ausgefallen. Betroffen ist die Anlage Tokai, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr. Es soll Wasser aus einem Becken für alte Brennstäbe ausgeflossen sein.
«Die anderen Kühlsysteme arbeiten gut»
In einem weiteren japanischen Kernkraftwerk ist heute das Kühlsystem zum Teil ausgefallen. Wie der Betreiber des Kernkraftwerks Tokai südlich des Akw Fukushima 1 am Montag (Ortszeit) mitteilte, war die Reparatur des Kühlsystems im Gange. Eine Kühlpumpe sei ausgefallen, eine Zusatzpumpe arbeite jedoch und kühle den Reaktor. Das Kraftwerk Tokai liegt rund 120 Kilometer nordöstlich der japanischen Hauptstadt Tokio.
«Unsere Meereswasserpumpe, die durch einen Dieselgenerator angetrieben wird, ist wegen des Tunamis ausgefallen, worauf wir eines unserer Kühlsysteme manuell ausgeschaltet haben», sagte Masao Nakano vom Betreiber Japan Atomic Power Company der Nachrichtenagentur AFP. «Aber die anderen Kühlsysteme und Pumpen arbeiten gut, und die Temperatur des Reaktors ist nach und nach immer weiter gesunken.» (AFP)

  • 18:05 Uhr

Kühlung in drittem japanischen Atomkraftwerk defekt
In einem dritten Kernkraftwerk in Japan ist am Sonntag das Kühlsystem eines Reaktors ausgefallen. Es handelt sich um das AKW Tokai an der Ostküste südlich von Fukushima, wie die Nachrichtenagentur Kyodo basierend auf Informationen der Agentur für Feuer- und Katastrophenmanagement berichtete. Japanische Medien vermelden, dass einige Liter Kühlflüssigkeit aus einem 38’000 Liter fassenden Becken ausgelaufen sind. Im Becken werden offenbar abgebrannte Brennstäbe gelagert.
Der Reaktor Tokai 2 werde trotz des Ausfalls von zwei Dieselgeneratoren durch den funktionierenden dritten Generator ausreichend gekühlt, teilte der KKW-Betreiber Japan Atomic Power mit. Das Kraftwerk in der Präfektur Ibaraki wurde demnach während des Erdbebens am Freitag automatisch abgeschaltet. Das Tokai 2 Kraftwerk ist seit 1978 in Betrieb.
Der Ausfall von beim Erdbeben beschädigten Kühlanlagen führte am Samstag und Sonntag zur Überhitzung von Brennstäben in Reaktoren der Kernkraftwerke in Fukushima. Techniker versuchten eine Kernschmelze durch Injektion von Meerwasser zu verhindern. (sda)
18:00 Uhr
Leuthard sieht noch keinen Handlungsbedarf
Bundesrätin Doris Leuthard (Verkehrs- und Energiedepartement) will die Entwicklung in Japan abwarten, bevor sie allfällige Massnahmen für Schweizer Kernkraftwerke ins Auge fasst. Es lägen noch zu wenig gesicherte Erkenntnisse aus Japan vor, heisst es in einer Stellungnahme von heute Abend.
Bundesrätin Leuthard hat den Bundesrat über die Entwicklungen in den Kernanlagen von Fukushima und die Lagebeurteilung der Schweizer Sicherheitsbehörden informiert. Die Experten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) stünden in Kontakt mit anderen nationalen Behörden sowie mit der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und verfolgten die Entwicklung «sehr genau».
«Fakt ist, dass die Situation vor Ort nicht unter Kontrolle ist», heisst es in der Stellungnahme weiter. Aufgrund der jüngsten Lagebeurteilung des ENSI bestehe für die Schweizer Bevölkerung jedoch keine direkte Gefahr. Diese Beurteilung werde laufend mit den neusten Informationen aus Japan abgeglichen.
Die japanischen Behörden seien daran, die Ursachen des Unfalls zu eruieren. «Wir haben noch zu wenig gesicherte Ergebnisse, als dass sich daraus Massnahmen für andere Reaktoren – auch solche in der Schweiz – ableiten liessen.» (sda)

  • 17:40 Uhr

Kühlsystem in japanischem Atomkraftwerk Tokai ausgefallen
In Japan soll bei einem dritten Kernkraftwerk das Kühlsystem ausgefallen. Betroffen sei die Anlage Tokai, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Sie beruft sich auf die örtliche Feuerwehr.
Tokai ist das älteste Kernkraftwerk Japans. Es liegt rund 120 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokai. (dapd)

  • 17:10 Uhr

Block 2 des AKW Fukushima wird wieder normal gekühlt
Der Reaktor 2 des Fukushima Kernkraftwerks wird mit funktionierendem Notsystem gekühlt, während in die Reaktoren 1 und 3 Meerwasser eingeleitet wird. Das teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA (Nuclear and Industrial Safety Agency) heute auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dapd mit. Derzeit werde Süsswasser über das normale Kernnotkühlsystem in den Reaktor 2 eingespeist. In dem Meiler war zuvor auch der Druck angestiegen.
Bei den gleichfalls von Ausfällen des Kühlsystems betroffenen Reaktoren 1, 2 und 4 des Kernkraftwerks Fukushima seien die Vorbereitungen zum Ablassen von Dampf abgeschlossen, sagte eine Mitarbeiterin der Behörde. In den Reaktoren war der Druck angestiegen, durch das Ablassen des radioaktiv verseuchten Wasserdampfes kann ein Schaden am Reaktordruckbehälter vermieden werden. Wann dieses «controlled venting» erfolgen soll, stand noch nicht fest. (dapd)
16:55 Uhr
Der Strom wird rationiert
Nach dem schweren Erdbeben in Japan wird in der Hauptstadt Tokio sowie in mehreren anderen Städten des Landes die Elektrizität rationiert. Dabei werde es vorübergehend zu vollständigen Stromausfällen kommen, teilte das Versorgungsunternehmen Tokyo Electric Power am Sonntag mit.
Die geplanten Ausfälle sollen den Angaben zufolge jeweils drei Stunden dauern und am Montag beginnen. Hintergrund seien erwartete Engpässe in der Versorgung, nachdem mehrere wichtige Kernkraftwerke infolge des Erdbebens sowie des anschliessenden Tsunamis aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden mussten.
Die Behörden baten die Bürger des Landes um Verständnis. Die zur Verfügung stehende Leistung sei durch die Kraftwerksschliessungen um rund 25 Prozent geringer als gewöhnlich, sagte der japanische Handelsminister Banri Kaieda. (sda)

Über Juerg Walter Meyer 392 Artikel
Geburtstag 22. November 1937 Geschlecht Männlich Interessiert an Männern und Frauen Sprachen Schwizerdütsch, Deutsch, Schweizer Französisch und Englisch Politische Einstellung Liberalismus Meine politischen Ansichten und Ziele:Förderung der, Forderung nach und Durchsetzung der Eigenverantwortlichkeit. Liberal, – der Staat ist jedoch kein Nachtwächterstaat. Post, öffentlicher Verkehr sind Staatsaufgaben; diese und andere Staatsaufgaben kann er delegieren – Kontrolle ist besser als Vertrauen. – Generell: K-Kommandieren, K-Kontrollieren, K-Korrigieren – unter Inkaufnahme dass man als unangenehm empfunden werden kann. – Unabhängige Justiz, die ihre Entscheide nach Erlangung der Rechtskraft auch durchsetzen kann; keine Einsparungen bei der Polizei. – öffentliche Schulen, dreigliedrige Oberstufe. Nur die besten gehen auf ein Gymnasium; Matur = Reifezeugnis für Studium; Studiengebühren an den Hochschulen und Universitäten – ausgebautes Stipendienwesen. Prüfen, welche Aufgaben des Staates dem BWLer-Massstab ausgesetzt werden können. „Gewinn“ ist nur ein Massstab für das Funktionieren eines Staatswesens. In gewissen Bereichen – Schulen – BWL-Einfluss wieder zurückfah Kontakt Nutzername rhoenblickjrgmr(Twitter) Facebook http://facebook.com/juergwalter.meyer Geschichte nach Jahren 1960 Hat einen Abschluss von ETH Zürich 1956 Hat begonnen hier zur Schule zu gehen: ETH Zürich 1950 Hat einen Abschluss von Realgymnasium 1937 Geboren am 22. November 1937